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Bürgerinitiative "Kahlschlag in Lichtenwalde stoppen"

Chronik der Ereignisse in Lichtenwalde

7. April 2026: NABU-Vortrag „Illegale Machenschaften in Lichtenwalde“

Im Umweltzentrum Chemnitz fand eine gut besuchte Veranstaltung des NABU-Regionalverbandes Erzgebirge mit dem Titel „Illegale Machenschaften in  Lichtenwalde“ statt. Im Mittelpunkt des Vortrages stand das konfliktreiche Geschehen im Zschopautal seit dem Erwerb des Waldes durch den bayrischen Schreiner Jungbeck, ebenso die widersprüchliche Rolle des Landratsamtes dabei. Der anwesende Niederwiesaer Bürgermeister Schubert wurde in der Freien Presse Flöha (10. Apr. 2026) mit den Worten zitiert: „Am besten wäre es, wenn der Freistaat den Wald zurückkaufen würde“

Für dieses Ziel kämpft die BI Kahlschlag seit ihrer Gründung.

8. Januar 2026: "Waldforum" in Lichtenwalde

Auf Einladung der Ortsvorsteher von Lichtenwalde und Braunsdorf findet ein sog. Öffentliches Forum „Wald“ mit Waldbesitzer Jungbeck im Schlossgasthaus Lichtenwalde statt. Es ergehen massive Vorwürfe an die BI, die Umweltverbände und Naturschützer, die für die verfahrene Situation verantwortlich gemacht werden. Die BI fordert im Nachgang die Veranstalter auf, die falschen Anschuldigungen zurückzunehmen und öffentlich richtig zu stellen. Beides ist bis heute nicht erfolgt.

17. Dezember 2025: FP-Interview mit Bürgermeister Schubert

In einem Interview mit der Freien Presse Flöha äußert sich Bürgermeister Schubert zu den Fällungen in Lichtenwalde u.a. mit folgenden Aussagen: Es handelt sich hier um private Flächen und der Waldbesitzer wird zum Buhmann gemacht. Er hat eine Schreinerei in Bayern, aber das Holz von hier bringt ihm keinen Profit. Ziel muss eine gute und sichere Nutzung des naturgeschützten Areals sein.

9. Dezember 2025: Akteneinsicht im Landratsamt

Mitglieder der BI nehmen eine Akteneinsicht im Landratsamt vor. Schwerpunkt der Einsichtnahme war die geplante Fällung von Pappeln an der Hofwiese und die Reaktion des Landratsamtes auf die ungenehmigte Fällaktion am 13. Oktober 2025.

18. Oktober 2025: Übergabe einer BI-Dokumentation an Landratsamt

Die BI übergibt dem Landratsamt eine Liste und Fotos der gefällten Bäume unter besonderer Beachtung der naturschutzrechtlichen Relevanz (Existenz von Baumhöhlen und Spaltenquartieren).

13. Oktober 2025: Neues "Baumfälldilemma" am Schlossberghang Lichtenwalde

Am 13. Oktober diesen Jahres fand erneut Baumfällungen im FFH-Gebiet "Zschopautal" entlang des Wanderweges von der ehemaligen Lichtenwalder Mühle zur Hofwiese statt. Mehr als 70 Bäume wurden ohne die benötigte FFH-Verträglichkeitsprüfung aus vorgeblichen Gründen der Verkehrssicherung und des Denkmalschutzes gefällt. Das Holzgeländer wurde durch die gefällten Bäume in Teilen zerstört. Es kam zu verbalen Auseinandersetzungen der BI mit den beiden Arbeitern des Waldbesitzers, deren Aktivitäten erst durch die herbeigerufene Polizei am Nachmittag gestoppt wurden, da keine Fällgenehmigung vorgewiesen werden konnte.

Im Ergebnis:

Ein neu entstandener Umweltschaden, der durch das Engagement der Naturschutzverbände und der Bürgerinitiative gestoppt werden konnte. Dennoch bluten viel zu viel kerngesunde Bäume. Und die Behörden einschließlich des neuen Landrates Herr Krüger haben wieder einmal versagt.  

Seit diesem Tag, dem 13. Oktober 2025 ruhen die Arbeiten am Wanderweg. Zahlreiche Bäume versperren den Weg.

2. Oktober 2025: Rechtlichen Voraussetzungen für die geplanten Baumfällungen

Die Landesdirektion weist in einem Schreiben an den Waldbesitzer Jungbeck und das Landratsamt auf die rechtlichen Voraussetzungen für die beabsichtigten Baumfällungen am Wanderweg hin. Erforderlich ist eine FFH-Verträglichkeitsprüfung. Auch das Argument der Gefahr im Verzug zieht nicht, da der Wald seit mehrere Monaten einer forstrechtlichen Sperrung unterliegt.

16. September 2025: Protokoll zum Ortstermin

Das Protokoll zum Ortstermin am 11. September 2025 wird bekannt: Im Vorfeld der Notfällmaßnahmen werden die flussseitigen Holzgeländer demontiert. Bis zum 30. September 2025 ist durch den Waldbesitzer ein Antrag auf denkmalschutzrechtliche Genehmigung beim Landratsamt Mittelsachsen einzureichen. Was nicht geschieht!

11. September 2025

Mitglieder der BI Kahlschlag sind zu einem Gesprächstermin mit Landrat Krüger nach Freiberg gefahren. Es geht um die Situation des Schutzgebietes in Lichtenwalde.

Am gleichen Tag (!) findet in Lichtenwalde ein Ortstermin mit dem Landratsamt, dem Landesamt für Denkmalschutz, Bürgermeister Raik Schubert und dem Waldbesitzer Norbert Jungbeck aus Bayern statt. Umweltverbände und die BI sind nicht geladen. Viele Bäume entlang des Wanderweges werden mit roter Farbe gekennzeichnet.

19. September 2024: Infoveranstaltung Bürgerinitiative Kahlschlag in Lichtenwalde stoppen

Am Donnerstag, den 19. September 2024 fand in der Tannenhauerfabrik in Braunsdorf unsere zweite Infoveranstaltung "Wie weiter mit dem Wald von Lichtenwalde" statt. Ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Vorträgen der Mitglieder unserer Bürgerinitiative sorgte für Aufklärung verschiedener Themengebiete. Den Auftakt machte Anja Diering, die uns einen Jahresrückblick über die Arbeit der Bürgerinitiative vermittelte. Mit etwas Stolz aber auch viel Wehmut blicken wir zusammen mit Anja in die Vergangenheit. Ihr Vortrag zeigt auf, wie viel Arbeit die Bürgerinitative bereits geleistet hat. Das motiviert sowohl die Mitglieder, als auch die Besucher weiter zu machen und den Machenschaften der Abholzer ein Ende zu bereiten.


Stefanie Börner, die Besitzerin der alten Mühle (Musikhaus am Fluss) in Lichtenwalde, führte an diesem Abend Regie und leitete uns souverän durchs Programm.

Heide Grey ist mit über achtzig Jahren das älteste Mitglied der Bürgerinitiative und hält ihren Vortrag "Lebensgrundlage Wald", beobachtete Auswirkungen des Kahlschlages am Kaulhübel. Dieser wurde emotional, denn ein Besucher störte die Vortragende in ihrem Tun. Dies sorgte für rege Diskussionen im Publikum. Tapfer setzte Frau Grey ihren Vortrag fort, der Störenfried verließ die Veranstaltung.

Um die Gemüter etwas abzukühlen war der nächste Beitrag von Frau Dr. Katharina Müller wie geschaffen. Die Besucher erfuhren etwas über die historische Vergangenheit des Schlossberghanges und über vorkommende Pflanzenarten im FFH-Naturschutzgebiet. Dies erstaunte alle, denn viele Wissenschaftler und Botaniker, wie auch der Lausitzer Adolf Traugott von Gersdorf (um 1765) kamen ins Zschopautal nach Lichtenwalde um sich von der Einzigartigkeit und Vielfalt der hiesigen Pflanzenwelt ein Bild zu machen und um Bestandsaufnahme zu führen. Mit offenen Ohren und Herzen lauschten die Besucher dem spannenden Vortag von Frau Dr. Müller.

Für einen Einblick in die Tierwelt im FFH-Naturschutzgebiet Zschopautalhänge in Lichtenwalde sorgte Jörg Schröber, der uns dadurch zum Staunen brachte, welchen Artenreichtum wir in unserer wunderbaren Heimat besitzen und das es sich lohnt, die hier lebenden Tiere und Pflanzen zu schützen.

Den unangenehmen, aber sehr wichtigen Schlussteil der Vorträge übernahm unser neustes und hoch engagiertes Mitglied Marion Petzold, welche über die "Pläne im Wald von Lichtenwalde" durch Waldbesitzer Jungbeck berichtete.

Es folgte im Anschluss ein reger Austausch zwischen Mitgliedern und Besuchern, der emotional geführt wurde und bis in den späten Abend hineinreichte.

Wir bedanken uns als Bürgerinitiative an dieser Stelle bei allen Besuchern für den gelungenen Abend und das rege Interesse. Sie haben uns mit Ihrem Besuch dabei unterstützt, Transparenz in ein eher intransparentes Thema zu bringen.

Ihre BI, "Kahlschlag in Lichtenwalde stoppen",
Josephine Awan

April 2024: Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses

Nach einer langen Bearbeitungszeit erhalten wir Post mit der Beschlussempfehlung vom Petitionsausschuss des Sächsischen Landtags. Leider kann der Petition nicht abgeholfen werden. Die Petition wird aber als Material der Staatsregierung übergeben und bleibt damit im Gespräch.

März 2024: Manipulationen durch den Waldbesitzer

Wegen des weiterhin ungelösten Grundstücksstreites mit dem Freistaat Sachsen manipuliert Waldbesitzer Jungbeck mehrere Wasser-Abflüsse des Schlossparkes und legt das sog. Halbmondbecken still. Außerdem bekommt das Pegelmesshaus an der Zschopau erstmalig in der Geschichte eine Einfassung aus Maschendraht.

Stillgelegtes Halbmondbecken
Pegelmesshaus mit Einfassung aus Maschendraht

März 2024: Statement zur Akteneinsicht im Landratsamt

Natura 2000-Gebiete sind durch Art. 6 der FFH-Richtlinie* einem strengen Schutzregime unterstellt. Es existiert ein Verschlechterungsverbot, d.h. die zuständigen Behörden dürfen Plänen und Projekten nicht zustimmen, die zu einer Verschlechterung von Lebensräumen oder der Störung von Arten führen können. Zu einer solchen Verschlechterung von Lebensräumen ist es aber im Wald von Lichtenwalde gekommen. Flurstück 478a der Gemarkung Lichtenwalde, genannt Kaulhübel oder Butterberg ist Bestandteil des FFH-Gebietes Zschopautal. Auf diesem Flurstück wurden die Lebensraumtypen 9170 Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald (LRT-Fläche ID 10078)  und 9110 Hainsimsen-Buchenwälder  (LRT-Fläche ID 10079) erheblich geschädigt.  Im Zuge der Holzerntemaßnahmen durch den bayrischen Eigentümer sind zwei sogenannte Blößen (baumlose Stellen im Wald) verbunden mit einer Schneise auf einer Fläche von 2,4 Hektar entstanden. Das Kriterium der lebensraumtypischen Strukturen hat sich von Erhaltungszustand B auf C verschlechtert. Die BI „Kahlschlag stoppen in Lichtenwalde“ hat entsprechende Einschätzungen der Unteren Naturschutzbehörde und der Landesdirektion Sachsen bei ihrer Akteneinsicht im LRA Mittelsachsen am 21. März 2024 gefunden. Weiterhin wird festgestellt, dass sich die Eignung der Fläche als Jagdhabitat waldgebundener Fledermäuse für rund 50 Jahre verschlechtert hat. Für mehr als 50 Jahre hat das Gebiet die Fähigkeit zur natürlichen Ausbildung von Fledermausquartieren verloren.

Welche Konsequenzen folgen aus den protokollierten Umweltschäden? Auf dem Flurstück 478a untersagt die Untere Naturschutzbehörde dem Waldbesitzer neben anderen Maßnahmen die forstliche Erntenutzung für 25 Jahre. Möglich bleibt die Durchführung von Verkehrssicherungsmaßnahmen und Pflegemaßnahmen auf den entstandenen Blößen bis ein gesicherter Bestand erreicht wird.

Wie fällt die Reaktion des Waldbesitzers aus? Er beantragt am 1. Februar 2024 eine forstliche Holzernte von 15 Festmetern pro Hektar, verteilt auf alle Flurstücke, inklusive des Flurstücks 478a, dem Butterberg. Wir fordern von den zuständigen Behörden die Zurückweisung des Antrages und die konsequente Durchsetzung der angeordneten Maßnahmen.

* RICHTLINIE 92/43/EWG DES RATES vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen

März 2024: Akteneinsicht im Landratsamt

Mitglieder der BI nahmen am 14. und 21. März bei der Denkmal-, Forst- und Naturschutzbehörde des Landratsamtes Mittelsachsen am Standort Döbeln und Freiberg Einsicht in die Akten zu den Vorgängen rund um die umstrittenen Baumfällungen in Lichtenwalde. Wir erhielten erstmalig detailliert Kenntnis über den geplanten Wegebau im Naturschutzgebiet, den Umfang des beabsichtigten Bestattungswaldes, den neuen Antrag zur Holzernte des Eigentümers und die Auflistung der eingetretenen Umweltschäden im Zuge des Teil-Kahlschlages auf dem Butterberg.

01. Februar 2024: Stand der Petition

"Sehr geehrte Frau Diering,
Ihre oben genannte Nachfrage zum Sachstand Ihres Petitionsverfahrens ist beim Sächsischen Landtag eingegangen. Die Sachverhaltsrecherchen sind vorerst beendet und Ihre Petition einschließlich der Stellungnahme des zuständigen Ministeriums liegen dem Petitionsausschuss zur Betrachtung vor.
Wenn sich  der Ausschuss eine abschließende Meinung gebildet hat, wird er dem Plenum des Landtages seinen Petitionsbericht sowie die Beschlussempfehlung zur Entscheidung vorlegen. Über diese Landtagsentscheidung werden Sie unterrichtet.
Mit freundlichen Grüßen,
Ulrike Zink"

November 2023: Sperrung des Weges an der Zschopau

Der Waldbesitzer beantragt die Sperrung des Weges an der Zschopau bis zum 17. Januar 2024. Die Forstbehörde bestätigt die Sperrung.

08. November 2023: Unfassbares Resümee des Gemeinderates zum Thema Abholzung im Zschopautal Lichtenwalde

Regelmäßig nehmen wir als Bürgerinitiative an den Gemeinderatssitzungen der Gemeinde Niederwiesa mit ihren Ortsteilen Braunsdorf und Lichtenwalde teil. Das Thema „Wald“ im Naturschutzgebiet Zschopautalhänge bei Lichtenwalde war bei der letzten Sitzung am 08. November 2023 ein Tagesordnungspunkt. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Bürgermeister Herr Schubert und sein Gemeinderat der Gemeinde Niederwiesa die Ansicht vertreten, bestehende Schutzgebiete (NSG und FFH) seien zwar nötig, die aktuellen Gebiete wären jedoch veraltet. Sie stehen in ihrer jetzigen Form einer touristischen Entwicklung und Nutzung im Wege und sind daher nicht mehr zeitgemäß, so die Aussagen des Gemeinderates. Naturschutzverbände wie NASA und NABU müssten zurückstecken und sich einsichtig zeigen. Unter anderem soll mitten im Naturschutzgebiet ein Waldfriedhof geschaffen werden, obwohl dies nicht genehmigungsfähig ist. Eine Stimme aus dem Gemeinderat äußerte sich wie folgt: „Mensch und Natur sollten eine Einheit bilden, eine Kulturlandschaft müsse gepflegt werden, der private Waldbesitzer Herr Jungbeck tue dies bestens, die Natur sei doch für uns Menschen gemacht“. Alle Aktivitäten des Waldbesitzers werden vom Gemeinderat Niederwiesa gewürdigt und unterstützt. Auf Nachfrage eines Bürgers versprach der Bürgermeister, dass es zeitnah ein Bürgerforum zum Austausch geben solle.

Wir, die Bürgerinitiative "Kahlschlag in Lichtenwalde stoppen", positionieren uns völlig anders.

Wir wollen sanften, naturverbundenen Tourismus, der den Schutz der Natur in Zeiten des Klimawandels als selbstverständlich und innovativ ansieht. Der Wald soll nicht zum Opfer eigenmächtigen Handelns werden, Profitdenken ist Fehl am Platz. Sowohl das wertvolle Flora- und Faunahabitat "FFH" im Zschopautal Lichtenwalde, als auch das errungene Naturschutzgebiet müssen selbstverständlich erhalten werden anstatt bekämpft.

Jede hier lebende Tier- und Pflanzenart versteht sich als Teil eines wunderbaren, schützenswerten Ganzen und ist damit Lebensgrundlage für uns Menschen.

Text: Ines, Stefanie, Anja und Josephine

September 2023: Sperrung des Waldes

Ende September sperrt der Waldbesitzer alle seine Waldflächen für die  Öffentlichkeit. Die Untere Forstbehörde bestätigt die Sperrung zum Schutz der Waldbesucher für 2 Monate bis zum 28. November 2023. In der Praxis werden die Hinweisschilder von der Mehrzahl der Besucher nicht beachtet.

21. September 2023: Petitionsübergabe im Sächsischen Landtag Dresden

Unsere Petition ist abgelaufen und ist am Donnerstag, den 21.September 2023 dem Petitionsausschuss des Sächsischen Landtages in Dresden persönlich übergeben wurden. Wir danken dem Herrn Landtagspräsidenten Herrn Rößler und dem Petitionsausschuss. Besonders möchten wir an dieser Stelle allen unseren Unterstützern von Herzen danken. Eure Unterschrift bedeutete uns mehr als Stimmen zu sammeln. Es ist ein froh machender Gedanke, dass so viele von euch verstehen, wie wichtig der Wald für uns Menschen ist und dass wir ohne eine intakte Natur mit geschützten Naturschutzgebieten in die der Mensch nicht eingreifen darf, nicht leben können. Die Erhaltung solcher Gebiete erfordert Verständnis, Wissen und Zurückhaltung vom Menschen. 

Wie geht es nun weiter?

Innerhalb von vier Wochen erhalten wir einen Eingangsbescheid vom Petitionsausschuss, unsere Petition erhält eine Nummer und es wird ein Ansprechpartner benannt für die Kommunikation. Ein auserwähltes Mitglied des Petitionsausschusses bearbeitet die Petition. Es wird eine  Stellungnahme vom Umweltministerium angefordert und ein Vor-Ort-Termin mit den Behörden, Naturschutzverbänden und Betroffenen organisiert. Der beauftragte Abgeordnete erstattet zum Abschluss einen Bericht an den  Petitionsausschuss. Der besagte Ausschuss entscheidet über die Petition und der Landtag beschließt die Entscheidung.

Wir danken euch nochmals herzlich für eure Unterstützung!

Eure BI "Kahlschlag in Lichtenwalde stoppen"

Übergabe der Petition im Landtag


Mitglieder der Bürgerinitiative vor dem Landtag

August 2023: Ende der Petition

Ablauf der Zeichnungsfrist der Petition. 1250 Personen haben die Petition unterschrieben. 211 davon aus der Gemeinde Niederwiesa.

02. Juni 2023: BI-Infoveranstaltung

Infoveranstaltung der BI „Kahlschlag in Lichtenwalde stoppen“ im Veranstaltungsraum der Tannenhauerfabrik in Braunsdorf

Juni 2023: Artikel des NABU (Naturschutzbund) zum Thema

http://news.nabu.de/go/13/5EZG1ARL-5EWXTNE7-5EZ226U9-1452129A.html

Mai 2023: Einblick in die Korrespondenz zwischen dem Naturschutzverband Sachsen e.V. (NaSa) und dem Landratsamt

Mai 2023: Start der Petition „Kahlschlag in Lichtenwalde stoppen“

Inhalt der Petition: "Wir fordern die zuständigen Behörden auf, den Kahlschlag umgehend und dauerhaft zu stoppen. Die betroffenen Flächen müssen, entsprechend der FFH-Vorgaben, renaturiert werden! Darüber hinaus fordern wir den Freistaat Sachsen auf, mit dem Eigentümer in Verhandlungen zu treten, mit dem Ziel des Erwerbs der geschützten Flächen und der nachhaltigen Weiterentwicklung unter den Gesichtspunkten des Naturschutzes."

April 2023: Verschiedene Medien berichten über die Fällungen

April 2023: Gründung der Bürgerinitiative „Kahlschlag in Lichtenwalde stoppen“

April 2023: Verkehrsicherung oder Holzernte?

Beratung der Umweltbehörden am Butterberg. Es wird festgestellt, dass die Bäume, die Grundstücke und Häuser der Anwohner am Butterberg gefährden, nach dem erfolgten Kahlschlag noch stehen, d.h. vorrangiges Ziel war die Holzernte, nicht die Verkehrssicherung.

März 2023: Kahlschlag am Butterberg

Kahlschlag am Butterberg (Kaulhübel) im FFH-Gebiet, angeblich aus Verkehrssicherungsgründen.

Februar 2023: Start von Baumfällungen am Schlossberghang

Beratung bei der Gemeinde Niederwiesa:  Ankündigung und Fällung von Bäumen am Schlossberghang im Naturschutzgebiet und in der Brutzeit.

Januar 2023: Erneute Baumfällungen

Die UNB stellt fest: Für die im Januar gefällten Bäume im Zusammenhang mit der Herstellung von Erschließungswegen  gab es keine Genehmigung.

Oktober 2022: Waldbesitzer droht Freistaat Sachsen

Wegen eines Grundstücksstreites mit dem Freistaat Sachsen droht Waldbesitzer Jungbeck mit der Stilllegung der Brunnen im Schlosspark, da die Wasserzuleitung aus der Zschopau über seinen Grundbesitz verläuft.

Mai 2022: Antwort des Landratsamtes Mittelsachsen auf die Dienstaufsichtsbeschwerde

Einziges Defizit ist die nichtdokumentierte FFH-Vorprüfung. Die Fällarbeiten werden mit notwendigen Verkehrssicherungsmaßnahmen wegen der sehr hohen Frequentierung begründet, was aber für das betroffene Gebiet nicht zutrifft.

Daraufhin stellt der NABU Sachsen Regionalverband Erzgebirge am 31.05.22 Strafanzeige wegen Verstoßes gegen europäisches und deutsches Naturschutzrecht bezüglich der Forstarbeiten im FFH-Gebiet „Zschopautal“ und im NSG „Zschopauhänge bei Lichtenwalde“

April 2022: Dienstaufsichtsbeschwerde

Der Naturschutzbund Sachsen e. V. (NABU) Regionalverband Erzgebirge reicht Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Mitarbeiter des Landratsamtes Mittelsachsen ein.

März 2022: Fällarbeiten im FFH-Gebiet und in der Brutzeit, mit Duldung durch die UNB

Dezember 2021: Erste Anträge auf Holzernte

Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) beim Landratsamt Mittelsachsen legt fest, dass die vorliegenden Fällanträge des Eigentümers keiner FFH Verträglichkeitsprüfung bedürfen, wenn die Fällungen bis Ende Februar 2022 abgeschlossen werden. Bei der UNB gab es eine FFH-Vorprüfung, worüber kein Protokoll gefertigt wurde.

2021: Wie alles begann

2021 kauft ein Unternehmer (Küchenstudio und Schreinerei Jungbeck) aus dem Bayrischen Wald einen großen Teil des Waldes auf Lichtenwalder Flur aus privater Hand. Große Teile davon sind Bestandteil des Naturschutzgebietes „Zschopautalhänge bei Lichtenwalde“ und des FFH-Gebietes „Zschopautal“.